Eine kleine Glosse über ein überraschendes "Geldgeschenk“

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Der TV Bissendorf-Holte, ein kleines niedersächsisches Dorf, auf halber Strecke zwischen Osnabrück und Melle, hat sich dem LSW-Spezialsport (Laufen, Springen, Werfen) verschrieben und führt entsprechende Wettkämpfe durch. Natürlich gibt es Ergebnisse und selbstverständlich werden diese an den Statistiker des Bundesverbandes gesandt. Soweit so gut und eigentlich nichts Besonderes. Insofern aber doch, denn die Ergebnislisten werden traditionell mit der Post versandt. Und als kleine Beigabe für die Mühen des Statistikers, der alles fein säuberlich in eine Computerdatei einträgt, mal einen Fünf-Euro-Schein, mal einen 10-Euro-Schein. Kommentarlos versteht sich.

Soweit und auch so gut.

Doch was mit den Scheinen tun? Sie in die eigene Geldbörse stecken? In den heißen Sommertagen Eis dafür kaufen? Doch würde sich ein derartiges Tun mit der „Ethik des Ehrenamtes“ vereinbaren lassen? Sicher Ja, wenn man dem Finanzamt die „außerordentliche Einnahme“ deklarieren würde und dafür (vielleicht) Einkommensteuer abführte.

Doch der Statistiker entscheidet sich gegen diese Möglichkeit.

Auch er ist ein begeisterter LSW-Sportler. Er lebt in dem kleinen rheinland-pfälzischen Ortsteil Bad Bodendorf auf halber Strecke zwischen Bonn und Koblenz und dort gibt es eine „ehrenamtliche Einrichtung“, die für jeden Obolus dankbar ist. Und so wandern die Scheine nicht in die Geldbörse des Statistikers, sondern in die Schatulle des Vereins „Tier- und Naturfreunde Schwanenteich e. V.“ (Foto). Dem TV Bissendorf-Holte seinen Mitgliedern und seinem Vorstand sei Dank. woko.